Tagung vom 7.-10.11.2019

Vom 7.-10.11.2019 wird an der Universität Konstanz ein internationales und interdisziplinäres Symposion zum Thema „Moses Mendelssohn als Rechtsphilosoph“ stattfinden, gefördert von der Fritz-Thyssen-Stiftung. Mendelssohn erarbeitete seine Rechtsphilosophie im Kontext der öffentlichen Debatten zur Judenemanzipation, der Josephinischen Gesetzgebung und der öffentlichen Debatte um den Entwurf der Allgemeinen Landrechts Preußens, die alle in der ersten Hälfte der 1780er Jahre stattfanden. Sein Hauptwerk Jerusalem erschien 1783 und bildete den theoretischen Gipfel dieser öffentlichen Debatten. Auf der Tagung werden Mendelssohns Auffassungen zum Souveränitätsbegriff, zum Vertrag, insbesondere zum Gesellschaftsvertrag, zum Eigentums- und Erbrecht, zu Bürger- und Menschenrechten, zur Toleranz und zum Recht von Fremden, und zum Eid betrachtet sowie die Rechtsstellung der Juden in seiner Zeit. Auch werden Mendelssohns Argumente mit abweichenden Positionen seiner Zeitgenossen zu diesen Themen konfrontiert.